Donnerstag, 31. Januar 2008

Montag, 21. Januar 2008

Der Mülltonnen - Blues

Es ist Montag. Nicht nur das dieser Tag den Beginn einer neuen Woche einläutet, so ist es auch der Tag vor Dienstag. Dem einen gleich, dem anderen ein weiterer Tag den er freudig Arbeiten gehen darf. Aber für mich ist es der Tag oder besser gesagt der Morgen an dem meine "Freude" über die Lakaien der Stadt Köln nahezu ins Unermessliche wächst.

Es ist der Tag des Mülltonnen Blues.

Jeden Dienstag um 7.10Uhr sind 5 Eiserne Jungs der Stadt Köln bzw. im Auftrag derer unterwegs und kümmern sich um die Entsorgung des gemeinen Hausmülls. Und jeden Dienstag um 7.10Uhr klingelt es an meiner Tür. Ich betone an meiner !!! Und ja, ich habe alles probiert um dieser Folter zu entgehen. Ich hab es ignoriert(es klingelte weiter), ich hab freundlich mit den Herren gesprochen, meinen Respekt für Ihre Arbeit zum Ausdruck gebracht und Sie gebeten das sie doch jemand anderen im Haus wach machen sollen, ich war sogar mal unfreundlich. Nichts hat geholfen. Sie klingeln immer bei mir !!! Und für alle die sich jetzt fragen wann ich denn so im allgemeinen aufzustehen pflege: Um 7.35Uhr.

Gut, der ein oder andere sagt sich vielleicht das diese 25 Minuten nicht unbedingt schlimm wären und wenn es sich um einen Termin im laufe des Tages handeln würde, so würde ich dem mit Sicherheit zustimmen. Aber hier ist es schlimm!! Es geht hier ums Prinzip. Es geht um meine 25 Minuten. Meine 25 Minuten Schlaf die mir jeden Dienstag geraubt werden. Wenn ich das mal hochrechne sind das bei 52 Wochen im Jahr ziemlich genau 1300 Minuten. 1300 Minuten der schönsten Träume die mir verloren gehen. Und wer sich mal eine Wissenschaftliche Sendung zum Thema Schlaf angeschaut hat weiß, dass man immer in den letzten Minuten einer Nacht richtig Träumt und das in wenigen Minuten Schlaf sich dutzende Träume abspielen können. 1300 Minuten pro Jahr die mir die Stadt Köln schamlos raubt. 1300 Minuten seelischer Grausamkeit.

Und morgen ist es wieder soweit. Punkt 7.10 Uhr und diese Pünktlichkeit ist fast schon bewundernswert, wird es an meiner Tür klingeln. Und wie jedesmal, wenn sich der Orange gekleidete Mann im Auftrag der Stadt Zugang zum Haus verschafft hat, wird ein rhytmischer Laut durch das hellhörige Treppenhaus hallen mit den anmutigen Worten:

"Dankeeeee, binnnnnnnnn drinnnnnnnnnnnnnn"

Der Mülltonnen Blues

Montag, 14. Januar 2008

Immer wieder Sonntag

Es ist Sonntag. Und nachdem ich am gestrigen Tag schon freiwillig um 7.30Uhr aufgestanden bin um dem Snowboard fahren in einer künstlich erschaffenen Winterlandschaft zu frönen, habe ich mir die Freiheit genommen und heute bis 14 Uhr geschlafen. Ein tolles Gefühl, was nur noch mit einem noch so tolleren Frühstück abgerundet werden kann. Alles was dazu fehlt sind ein paar Brötchen.

Es ist Sonntag. Ich pack mich warm ein und gehe los. Das Wetter ist toll. Wolkenfreier Himmel und schön Kalt. Wie es eben sein muss im Winter. Schnee fehlt noch. Aber man soll ja nicht zu viel verlangen.

Es ist Sonntag. 14 Uhr und der Bäcker hat keine Brötchen mehr. Ich bin enttäuscht !!

Donnerstag, 10. Januar 2008

Ein Tag dieser Tage...

Dienstag 8.01.08:
Gestern war es wieder soweit... Es war wieder einer dieser Tage. Jeder kennt Sie, jeder verdrängt die Erinnerung an Sie und doch kommen Sie immer wieder.... Ja, DIESE TAGE
Eigentlich verlief der größte Teil des Tages recht ruhig und ohne besondere Vorkommnisse.
Frustrations Level: 0
Mal davon abgesehen das mir 2 mal der Kaffee umgekippt ist und ich auf dem Weg zum Mittagstisch völlig unvorbereitet in eine Pfütze getreten bin, welche eine komplette Flutung meines Schuhs zur folge hatte.
Frustrations Level: 1
Aber es waren genau diese Anzeichen, die ich wohl hätte ernst nehmen müssen. Es wäre wohl sicherer gewesen sofort alles stehen und liegen zu lassen und ohne Umwege nach hause zu fahren. Aber nein, so ein Mensch bin ich nicht. Soooo leicht gebe ich nicht auf.. Verdammt!!

Aber weiter zur Geschichte: Nach getanem Arbeitswerk bewegte ich mich zur Post um dort ein Päckchen abzuholen, welches dort wohl schon länger als 7 Werktage auf mich dahin vegetierte. Die Chance war nicht sehr groß das es noch auf mich wartete. Es war mehr so das man davon ausgehen konnte das ein übereifriger und pflichtbewusster Postangestellter sofort nach 7 Tagen das Päckchen ordnungsgemäß zurückgeschickt hat, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Angekommen begann die Suche nach einem Parkplatz welcher sich eindeutig nicht zu Zeigen wagte. Kurz entschlossen stellte ich mich also aufs Eck ins Halteverbot. Rein in die Post und Zielgerichtet auf den nächsten Postbeamten... So war der Plan. Was ich Vorfand war ein Schlange von 20 Mann.
Frustrations Level: 2
Nagut, "nicht die Nerven verlieren" hieß das Motto.

Nachdem ich nun 15 Minuten wartete kam die Stunde der Wahrheit. Und wer hätte es gedacht: Das Päckchen war weg. Na toll.. Was soll's. Ich wusste ja nicht einmal von wem das Päckchen überhaupt war. Also ab nach Hause und vorher noch Einkaufen. Am Auto angekommen, stellte ich fest das ich ein Knölchen bekommen hatte. "Warum auch nicht !! In jedem Fall berechtigt!!!" versuch ich mir einzureden. Und ich stelle mir ungewollt die Frage wofür ich nochmal da war ?! Ich finde leider keine sinnvolle Antwort. Es kreisen Gedanken durch mein Kopf, ob ich vielleicht vors Rathaus fahren sollte, laut Hupen und 15 Euro aus dem Geldbeutel nehmen und sie öffentlich verbrenne.
Frustrations Level: 4

"Gott Sprach: Lächle, sei froh, es könnte Schlimmer kommen !!!"

"Ich lächelte, ich war froh und es kam Schlimmer"

Zu hause angekommen, packte ich die Einkaufskisten zusammen und lud meine Mitbewohnerin ins Auto um dann schnell Einkaufen zu fahren. Wir betraten das Land der unbegrenzten Einkaufsmöglichkeiten und schwups war meine Mitbewohnerin verschollen.
Frustrations Level: 5
Nach etwa 20 Minuten war ich für meinen Teil fertig und begab mich nun auf die Suche nach meiner Begleitung. Und man sollte es nicht glauben, aber nach weiteren geschätzten 20 Minuten konnte ich Sie finden. Nun stand noch der letzte Teil auf dem Plan: Einkauf für den WG - Haushalt. Waschmittel, Taschentücher, Duschbad und andere Dinge standen auf dem Programm. Und es ging wieder los: Ich suchte mir ein Duschbad aus, packte es in den Korb. Danach ging's zum Waschmittel rüber und ich bekam zwei 5 Liter Packungen Flüssigwaschmittel, welche zur Auswahl standen, in die Hände gedrückt. Während meine Mitbewohnerin sich freudig darüber aussprach wie schön das Rosa des Waschmittels doch wäre, wurden mir die Arme schwer und aus der Not fing ich an die beiden Packungen an meinem Gürtel ab zu stützen. Nach getroffener Auswahl, stellte ich gewählte Packung in den Wagen und sah die Katastrophe. Ein großer ROSA Streifen von Flüssigwaschmittel zierte meinen schwarzen Pullover....

AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH
Frustrations Level: 7
"Tief durchatmen". "Und verdammt, warum ROSA"."Atmen!!!"."Zur Kasse und dann RAUS aus diesem SCH.... Laden. Hier Kauf ich Nieeeeeeeeee wieder !!!!" Ab jetzt folgten die Ereignisse Schlag auf Schlag. - 20 Minuten an der Kasse stehen.
Frustrations Level: 7,5
Der Marktanbieter stellt für eine Stunde Kostenfrei Parkplätze zur Verfügung. Ich entwertete also brav mein Ticket an der Kasse und wir begaben uns zum Lift in die Tiefgarage. Während der Fahrt sehe ich ein Schild auf dem Steht:"Vor Abfahrt Parkticket entwerten". Ich Belächle es leicht in dem Glauben das die gute Frau an der Kasse das ja schon gemacht hat. Doch Trotzdem trieb mich etwas zu einem der vielen Automaten. Ich steckte die Karte in den Protzig wirkenden Automaten und erwartete freudig die Ausschrift: "Parkkarte entwertet. Gute Fahrt". Doch was ich zusehen bekam war nur ein: "Parkzeit 1h 6 Minuten - 1.30€"
Frustrations Level: 8
Ich wollte schnell Einkaufen !!! SCHNELL !!!! Und nicht noch Parkgebühren zahlen !!!
Frustrations Level: 9
Am Auto angekommen begann ich das gekaufte fachmännisch in den Einkaufskorb zu packen und stellte nach der Hälfte fest, dass das eben gekaufte und wohlriechende Duschbad einen defekten Verschluss hatte. Tomaten aller DUSCHDAS
Frustrations Level: 10
Nachdem ich ziemlich Gefühllos den Kofferraum beladen hatte brachte ich den Wagen weg, stieg in das Auto und fuhr zu Ausfahrt. Dort angekommen übergab ich die Parkkarte dem gierig ausschauenden Schrankenautomat welcher mir ziemlich emotionslos die Worte: "Parkkarte unbekannt" entgegen brüllte.
Frustrations Level: --
(nicht messbar)
Ich bin mir nicht mehr ganz so sicher ob ich zu diesem Zeitpunkt noch kochte vor Wut oder in eine ehr letargische Stille verfiel..

Wir schreiben den 08. Januar des Jahres 2008 und ich habe meinen SCH....... Tag hinter mir. Gott sei Dank !!! Jetzt kann der Rest des Jahres kommen...

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Ä länd… föar föar äwäeij…

Ja, liebe Leser ich bin mal wieder auf Dienstreise. Eine Fortbildung zum Wohle der Firma wie man mir sagte. Und in diesem Sinne habe ich mich aufgemacht um die wenigen Gelehrten der Republik ausfindig zu machen und sie um eine Unterweisung in Ihren scheinbar so seltenen Künsten zu bitten. So machte ich mich am Montag Morgen, es war der 17.Tag des Monats Dezember, auf den Weg und nach langer und beschwerlicher Reise erreichte ich mein Ziel….

Die Destination in der mich nun also aufhalte lässt sich am besten wie folgt beschreiben:
Es ist ein weit, weit entferntes Land welches auf den ersten Blicken mit schönen Landschaften, historischen Städten und freundlichen Menschen aufwarten kann. Ein Land das nur wenige Menschen zu kennen scheinen aber dessen Name ein jedem ein Begriff ist. Ein Land dessen Menschen, behaftet von Vorurteilen Fremder und getrieben von großem Entdeckergeist, überall auf diesem Wunderschönen Planeten zu finden sind. Menschen welche mindestens genauso Intensiv wahr genommen werden wie unsere Japanischen Gäste mit ihren niemals still stehenden Lichtbild Apparaten.

Es ist eben ein Land: Far Far Away….

Und so wundert es auch nicht, dass in diesem Land alles etwas anders ist. Und vor allen Dingen ist es die Sprache welche, sehr schnell gesprochen, bei mir zu kleineren Verständnisproblemen und leichten Gesichtsentgleisungen führt. Lasst mich hierfür ein Beispiel aufführen:

Es ist Winter und man betritt die Ehrfurcht gebietenden Hallen des Wissens. Bekleidet, mit dicken Mantel, Schal und Handschuhen, stellt man sich gemäß den Regeln des höflichen Umganges den zukünftigen Mentoren vor. Der Aufwartung entsprechend erhalte ich ein wohlwollendes Nicken und obwohl sicher nicht üblich, ein festen Händedruck des Großmeisters persönlich. Womit ich jedoch nicht Rechnete war die Antwort die ich erhalten sollte:

Nü schejn dass se daa sind. Hängen se doch ärst’n mal de Färdedeggge uffn Knöbb. Da an de Düür.

JAAA… Genau, in etwa so hab ich auch geschaut... Und nachdem ich das gehörte nun mehrfach in meinem Kopf vor und zurück Spulte, mit der Gestik und Mimik des Dozenten verglich und ich mir in Gedanken meiner selbst versicherte das der nun folgende Kurs nicht in Finnisch oder einer anderen mir fremden Sprachen abgehalten wird, bildete sich in mir in etwa eine Vorstellung von dem was der Gute Mensch denn wohl meinte. Hätte man in diesem Moment ein Foto von mir gemacht, hätte man mich Sicherheit ein „Bitten Warten“ Schild auf meiner Stirn Grell Blinkend entdecken können.
Also halten wir fest: Ein Mantel ist eine Pferdedecke (oder auch: Färdedeggge), ein Kleiderhacken ist ein „Knöbb“ und eine Tür ist eine „Düür“.

Ja, Dinge die man Wissen muss !! Schließlich ist man zu Gast in diesen Landen und so langsam wird mir auch klar wozu die überdeutliche Beschilderungen an den Autobahnen und Ortseinfahrten dienen, welche mit den englischen Worten: „Tourist Information“ prahlen.

Zuvor müde belächelt und jetzt mit entsprechendem Respekt wahrgenommen, hilft mir diese Erkenntnis nun jedoch wenig. Ich bin da, in einem weit entfernten Land namens: Thüringen. Um präziser zu werden in der wunderschönen Stadt Erfurt. Und trotz offensichtlicher Sprachunterschiede versuche ich den Weisen Worten der Gelehrten angestrengt zu folgen.Jedoch wünsche ich mir Zeitweise wirklich einen kleinen Sprachführer...


Dienstag, 27. November 2007

English for insider <- > Englisch für rein gefallene...

Neulich auf einer Schulung:

Es ist 11Uhr. Inzwischen glaube ich das die Wirkung des ersten Kaffees nachlässt oder der Sauerstoffgehalt in diesem Raum drastisch sinkt. Um nicht zu sagen, er erreicht die kritische Grenze des "noch aushaltbaren". Der Körper reagiert. Er gähnt... lang und mehrfach. Es ist mir natürlich unangenehm und ich schaue mich um ob es jemand gemerkt hat. Doch was ich sehe finde ich sehr interessant. Ich schaue in die Schlünder einer Meute von Löwen. Sie Gähnen wirklich alle und zwar ohne Unterbrechung. Es hat fast etwas von einem Dominoeffekt. Ich finde es beruhigend das nicht nur mein Körper mit der geringen Sauerstoffversorgung Probleme hat. Entweder das, oder der Vortrag ist derartig langweilig das man sich ihn hätte schenken können. Aber was rede ich da: Meine Firma hat sehr viel Geld für diese Veranstaltung bezahlt und mich auserkoren an dieser erlesenen Runde teilzunehmen. Der Vortrag muss gut sein !!! Jawohl !!

Wie auch immer, zurück zum gemeinschaftlichen Kieferdehnen. Noch vor einer Stunde, als ich mich das letzte mal umsah saßen alle da und die Gruppe war, wie auf jeder Veranstaltung unterteilbar in die üblichen Kategorien:

Gruppe 1: - die verstehenden
Gruppe 2: - die nicht verstehenden

Für den aufmerksamen Beobachter sind unter diesen beiden, die Teilnehmer in folgende Subkategorien aufzuschlüsseln:

a) die Nicker...
Sie sind entweder super interessiert oder wollen ihren Mangel an Interesse oder Wissen durch fleißige Kopfbewegungen ausgleichen. Ich frage mich natürlich jedesmal ob das nicht furchtbar ermüdend ist, jedoch scheint dies durch eine übermäßig trainierte Nackenmuskulatur kein Problem darzustellen
b) die Angestrengten...
Sicherlich die angenehmsten Teilnehmer einer solchen Veranstaltung. Sie versuchen dem geschehen entweder zu folgen oder versuchen ihren Mangel an Wissen durch entsprechendes Zuhören und Nachfragen auszugleichen. Der gemeine Angestrengte ist meist an seinen verkrampften Augen zu erkennen.
c) die Schläfer...
Entweder ist ihnen das Thema zu hoch, es langweilt sie oder es interessiert sie schlicht und einfach nicht. Prägnant zu erkennen sind sie an einem ehr konsequenten Gähnen. Diese Kieferübungen gehen dabei soweit das eine Teilnahme an entsprechenden Wettbewerben nicht auszuschließen ist.
d) die Klugscheißer...
Sie sind die schlimmsten auf einer solchen Veranstaltung und das Grauen eines jeden Redekünstlers. Sie schauen gelangweilt, geben ihrem Umfeld deutlich zu verstehen das sie ja viel mehr Ahnung haben als der Rest und sowieso als der Referent. Und dann unterbrechen sie in unmöglichen Zeitabständen mit furchtbar überflüssigen Fragen und machen damit jeden flüssigen Vortrag zu einer Pressekonferenz wie vom Präsidenten der Vereinigten Schwachköpfe. Der Witz ist das der Referent ab einem gewissen Zeitpunkt die entsprechenden Herren schon mit dem Vornamen ansprechen kann und dies auch tut bevor dieser in der Lage ist seine Frage überhaupt zu stellen. Der wirkliche Knaller an der Sache ist das diese Klugscheißer zu gleichen Teilen unter den Wissenden als auch Unwissenden Teilnehmern zu finden sind. Sehr unterhaltsam und genauso Nervig dieses Schauspiel.

Anyway (wie der Englisch sprechende Redner doch so oft zu sagen pflegt), auch dieses Schauspiel legt sich nun langsam. Und selbst der Angestrengte Zuhörer hat nun Probleme dem ganzen zu folgen. Das Komplette Plenum versackt in eine lethargische Stille und sofern niemand an der Sauerstoffversorgung dieses geschlossenen Raumes etwas ändert wird dieser Zustand wohl nicht besser. Hätte man die durchschnittliche Kopfhöhe der Teilnehmer zu Beginn des Vortrages und jetzt gemessen, so hätte man bestimmt einen Rückgang um bis zu 20cm festgestellt. Der einst so unbequeme Stuhl wird nun mehr und mehr zu einer Liege.

Dem einzigen den all das völlig unberührt lässt ist Andy. Andy... ein fast schwarz gebrannter Amerikaner der mich und den Rest meiner Mitstreiter in einem völlig vernuscheltem Englisch anbrüllt und das in einem Tempo wie ein Fretchen auf Koks. Jaa, er brüllt!! Nicht das es notwendig wäre weil der Raum zu groß sei oder um die Leute Wach zu halten. Nein, er steht gerade mal 5 Meter von mir entfernt und hält diese Lautstärke seit Anfang des Tages und doch brüllt er immer noch wie ein Zuschauer beim Super Bowl. Der einzige Grund warum ich ihm überhaupt noch versuche zu folgen ist, weil er ziemlich Kompetent zu sein scheint. Ein Mensch der weiß wovon er redet. Toll...

Nur meine Konzentration !!! Obwohl ich das meiste was er sagt durchaus verstehe so liegt dies größtenteils nur daran das ich krampfhaft versuche ihm in seinem Redefluss zu folgen. Ein sehr ermüdender Vorgang. Doch so langsam fangen meine Gedanken an ab zu schweifen. Mein Blick wandert durch den Raum zum Fenster. Ich beobachte den Himmel. Ich befinde mich an einem völlig anderem Ort. Ein Weihnachtsbaum... Geschenke... Die Familie... Harmonie... Es Schneit... Ich fühle mich wohl... meine Augen fallen zu...

KNACK.. Ich schrecke auf und zucke dabei zugleich zusammen, als mein Stift zu Boden fällt.
Verdammt !! Ich bin eingeschlafen. Zum Glück hält mich der Adrenalinschub die nächsten Minuten wach. Ich schaue auf meine Uhr: noch eine 3/4 h... zum Glück!! Ich frage mich wie ich den Nachmittag überleben soll..

Dienstag, 20. November 2007

Mein Baby...

.. verdammt Schnell, verdammt Groß und stellt wohl jeden SUV in den Schatten !!!


Ausstattung:
Ledersitze, Vollklimatisiert, Auslieferung als 4 Türer, Navi on Board, MiniBar, WC, Carbon Bremsen, und und und...

Und für die Leute die es unbedingt mit ihrem SUV vergleichen wollen:
Geschwindigkeit: 852 Km/h max. 911 Km/h
PS: ca. 83600 (für 2 Triebwerke)
Beschleunigung von 0 auf 300 in: 18,6 sek

.. und der Kleine hat mich eben gerad sicher nach Hause gebracht !!

Donnerstag, 8. November 2007

Das verhalten geschlechtsreifer Großstätter bei Rudelbildung vor einer Wasserstelle:

written by CBS
Wie es nunmal in der Natur üblich ist bewegt sich der Mensch gerne in Rudeln. Trotz höherer Gehirnfunktionen ist dies scheinbar ein Verhalten welches nicht nur bei Gorillas oder anderen Affenarten zu beobachten ist, sondern noch immer ein fester bestandteil der Menschlichen Psyche. So verwundert es einen auch nicht das beim Umsteigen an einer Haltestelle ein Teil des Rudels welches sich zur nächsten Bahnhaltestelle bewegt, löst und fest ihrem zwang nach Kaffee folgt und die Futter- & Wasserstelle ihres Vertrauens aufsucht. Diese "sub" Rudel unterliegt der selben Gruppendynamik wie das Hauptrudel oder einem Schwarm Fische. Stur und mit schnellem Schritt bewegt sich die Gruppe vorwärts und verscheucht mit ihrer "großen Präsenz" alles was sich vor Ihnen in den Weg stellt. Taucht ein unüberwindbares Hinderniss auf, beginnt die Front der Gruppe auszuweichen und der Rest folgt, fast so als würden Sie die führenden Tiere.. äh Menschen genaustens kennen. Sobald dies geschehen, schwenkt die Gruppe automatisch auf ihren alten Kurs ein und setzt diesen bis zur Futterstelle fort. Nichts scheint diesen Vorgang aufhalten zu können.

Doch bei erreichen des Ziels geschieht etwas merkwürdiges. Die Gruppendynamik ist auf einmal gestört. Bei betreten des Geschäftes reduziert sich die Geschwindigkeit drastisch. Die Leute bleiben Stehen, laufen wieder los und bleiben wieder stehen. Die Position der Gruppe ändert sich ständig.. Aber Warum ?? Nicht wegen irgendwelcher Hindernisse oder der Unentschlossenheit welche Produkte nun gekauft werden soll. Nein !! Sie wollen alle nur Kaffee. Kaffee von diesem einen Automaten...

Das Schauspiel beginnt. Instinkt vs. höherer Gehirnfunktionen. Kaffee ist nicht Lebenswichtig aber unabdingbar für einen richtigen Start in den Tag. Eine bereits auserkorene Hackordnung gibt es nicht. Kein Alphamännchen da. Alles schaut sich gegenseitig an. Wer wird der erst sein. In den Augen der Männer ist klar, der stärkere geht als erster. Doch sie sind auch Menschen und fragen sich: was ist mit den Frauen?? Ladys First?? Die jedoch stehen da und überlegen scheinbar krampfhaft welche Kaffee Variation sie heute nehmen werden. Komplette Verwirrung ist in den Gesichtern zu erkennen. Dann das Klingeln einer vorbei fahrenden Bahn. Es wird ernst: Jeder wird sich bewusst das sie Zeitdruck haben um nicht die Bahn zu verpassen. Die Augen schlagen schnell hin und her. Würden die Backmaschinen nicht so laut sein, würde man eine absolute Stille wahrnehmen. Der Gang beschleunigt sich wieder und wird zu gleich wieder langsamer bei der Erkenntnis das es allen so geht. Man kann es ihnen regelrecht im Gesicht ablesen... Es ist ehr ein vorwärts treiben.. Der Kaffeeautomat ist inzwischen ganz nahe, doch niemand ist Entscheidungfähig. Dann passiert etwas interessantes: Es gibt keinen Kampf, kein Gedränge, keine Diskussion, kein "vorlassen" weil man nett ist, nichts... Der Zufall entscheidet. Wer der Kaffee Maschine zufällig am nächsten steht ist der Erste. Und eine reihe bildet sich. Kein stöhnen; nichts dergleichen; Ein jeder akzeptiert es. Und nach und nach wird jedem bewusst das die letzten unter ihnen die Bahn niemals pünktlich erreichen werden. Und in den Gesichtern der letzten schreibt sich diese Erkenntnis deutlich nieder...

Ja so ist Sie.. die Natur.. Hart und Ungerecht. Was ich wirklich interessant finde ist die Tatsache das sich dieses Spiel täglich wiederholt. Man sollte doch meinen der Mensch lernt aus seinen Taten.. doch von Optimierung keine Spur. Ich bin gespannt. Morgen geht das Spiel von vorne Los. Ich freue mich schon !!

Das Schwarze Gold

Wie ihr unschwer erkennen könnt, bin ich zurück aus dem Urlaub. Obwohl jedoch ereignisreich, möchte ich an dieser Stelle nicht über Urlaubserlebnisse berichten. Vielmehr um ein ehr alltägliches Schauspiel welches mir seit neustem zu teil wird. Durch eine Schicksalshafte Wendung bin ich seit neuestem Fußgänger. . Nein, ich hab keine Zwangspause erhalten, welche sich begründen könnte in einem Vergehen gegen die Straßenverkehrsordnung und durch unsere Exekutive verhängt, sondern mein Auto hatte in meiner Abwesenheit einen ehr unschönen Verkehrsunfall. Wie auch immer, ich bin nun Nutznießer des öffentlichen Personennahverkehrs. Und als dieser muss ich auf dem Weg zur Arbeit auch umsteigen. Als ich diesen Weg nun zum ersten mal Abfuhr, entdeckte ich an dem erwähnten Umsteigepunkt ein Shop der Kette Backwerk in dem ein sehr reges treiben herrschte. Von der Neugier gepackt betrat ich den Laden und hielt kurz inne um mir dieses Schauspiel anzuschauen.

Brote, Brötchen, belegte Leckerein... kurz gesagt: lauter zart duftende Teigköstlichkeiten welche hektisch von den Leute aus Ihren Frischhalte-Boxen entnommen und rasch an der Kasse bezahlt wurden. Und EINEN Kaffeeautomaten... Einen Kaffeeautomaten!!! Kaffee!!
Das Schwarze Gold .. sprudelt hier munter aus einem Automaten welcher sich scheinbar spezialisiert hat auf Deutsch-Italienische Kaffeevariationen und davor ein reges treiben.
In mir kam das Gefühl hoch das diese "Bahnnummer" vielleicht doch gar nicht so übel wird. Man wird zu seinem Arbeitsplatz chauffiert und es gibt Kaffee :)

Nun ja, das ganze ist nun ein paar Tage her. Meine Hochstimmung hat sich gelegt aber der Kaffee schmeckt immer noch und inzwischen habe ich ein interessantes Phänomen beim Kauf dieses so edlen Getränks beobachtet. Aber dazu im nächsten Post !!

Samstag, 27. Oktober 2007

Urlaub

Ich verabschiede mich für eine Woche in den Urlaub... Aber vielleicht gibt es ja Momente der langeweile in denen ich das bedürfniss habe wieder etwas zu schreiben. Bis demnächst !!!

Freitag, 19. Oktober 2007

Honigmilch

Ich habe schwer überlegt über welches Thema ich denn in meinem ersten Beitrag (zu Neudeutsch: Posting) reden könnte. Welches Thema wäre es Wert, es als meinen ersten Beitrag in der Bloggergemeinde zu verewiglichen. Ich dachte nach über Dinge die mir in meinem Alltag begegnet sind, über meine letzte Dienstreise oder über die scheinbar generelle Unfähigkeit des gemeinen Kölners in der Kunst des Fahrzeugführens. Doch nichts davon erschien mir erlesen genug für das kritische Auge der Bloggergemeinde...

Da ich derzeit mit einer wirklich lästigen Infektion der oberen Atemwege (im Volksmund auch besser bekannt als Erkältung) kämpfe, setze ich mich mit diversen Hausmittelchen auseinander, welche nach Großmutters Rezept, schnelle Heilung versprechen und das (mal von einem gesunden Ekel abgesehen) ohne Nebenwirkungen. Zwar sind mir Chemiebomben diverser Art bestens bekannt jedoch hat mich die Erfahrung gelehrt das diese Plage der Menschheit, mit solchen Mittelchen auch nicht schneller verschwindet. Warum also der alten Heilkunst nicht auch eine Chance geben.

Es folgten also diverse Experimente mit der Inhalation von Dämpfen welche in einem Kübel mit halb kochendem Wasser entspringen, in dem sich Zusätze wie Kamile und Salbei befinden. Ich sage nur soviel: Ich heulte wie ein Schlosshund und erhebe hiermit offiziel Zweifel an dem Erfolg einer solchen Prozedur. Mir kam beim ersten Versuch die Erinnerung an einen Spruch wieder hoch, welchen wohl jedes Kind mindestens einmal zu Lebzeiten gehört und zugleich verflucht hat: "Medizin muss nicht Angenehm sein oder Schmecken. Sie muss helfen"

Liebe Mütter: Woher wisst Ihr das?? Ist es eine Art von genetisch übermitteltem Wissen welches nach Geburt des ersten Kindes automatisch aktiviert wird oder gar ein geheimes Wissen welches über Generation hinweg von Mutter zu Mutter weiter getragen wird?? Ich glaube ja inzwischen vielmehr das sich, ab einem gewissen Alter, die Elterliche Fürsorge in eine Form des Sadismus verwandelt, welcher immer dann durch bricht, wenn der/die Schutzbefohlene an einer Krankheit leidet.

Genau... und deshalb höre ich auch auf mit dem Inhalieren, denn es hilft nicht. Zumindest mir !!!
Weiter geht es also mit so genanntem Erkältungstee welcher, mit einer Riesenportion Honig versetzt, sogar trinkbar erscheint. Ich bin mir nur derzeit nicht sicher ob es am Honig liegt oder meinem fehlenden Geschmack den ich seit Beginn dieser Erkrankung zu beklagen habe. Nun gut...

Ein weiteres Heilmittel ist der gute alte Zwiebelsaft. Viele erfüllt es sicher mit Ekel wenn sie nur diesen Begriff hören. Ich dagegen muss zugeben das mir dieses Getränk gar nicht so Übel schmeckt. Sicherlich etwas aufwendig in der Herrstellung aber durchaus Trinkbar. Ok, ich gebe ja zu das der Gestank eine komplettes Einfamilienhaus einhüllen kann. Und wer möchte schon gerne nach Hause kommen und den Gestank von Schweiß im ganzen Haus haben?! Nein, liebe Freunde: Zwiebelsaft wird nicht aus Schweiß gewonnen. Es riecht eben nur danach. Aber wie bereits erwähnt ist der Geschmack gar nicht sooo Übel.

Kommen wir aber nun zu meinem Favourit in der Kategorie Hausmittelchen die bei Erkältung helfen sollen und zugleich Thema dieses Beitrags: Die Honigmilch

Wer kennt Sie nicht und vor allem wer trinkt Sie nicht gerne?? Ein kurzes Googlen nach Ihr weist ein Ergebnis von 13800 Treffern aus, welches wohl für die beliebtheit und Akzeptanz dieses gar köstlichen Getränks steht. Auch wenn Sie mir nur in Verbindung mit Erkältungskrankheiten bekannt war, soll sie wohl auch bei Ohrenschmerzen, Schlafstörungen und diverser anderer Krankheitsbilder behilflich sein. In der Zubereitung recht einfach, wird hier nur eine Tasse Milch erwärmt und im Anschluss mit einer Zugabe von einer frei defenierten Menge Honig veredelt. Wichtig ist wohl das dieses Getränk nur erhitzt jedoch nicht zum Kochen gebracht werden darf um auch alle positiven Bestandteile der Milch zu erhalten.

In eigener Sache möchte jedoch auf einen möglicherweise negativen Effekt dieses Getränkes hinweisen, welcher sich bei der Zubereitung auftut. Es geht mir hierbei um ein Thema das derzeit in aller Munde ist und durch politische Vertreter wie Al Gore stets voran getrieben wird. Es geht um das Thema Energieverschwendung und die daraus resultierende Zerstörung unseres kleinen Planeten. Da der Autor dieses Blogs sich stets mit diesem Thema indentifiziert, auch wenn er kein Auto mit sparsamen Hybrid Antrieb fährt oder gar der Mülltrennung Herr ist, möchte auch er seinen Beitrag leisten und auf den Klimakiller Honigmilch hinweisen.

Wie komme ich aber nun darauf? Es ist denkbar einfach: Ich kam darauf als ich schwer Hustend in den letzten Abenden zum Kühlschrank wanderte und die, durch den Kühlschrank mühselig mit hunderten von Watt gekühlte Milch, entnahm um sie dann erneut mit hohem Energieverbrauch in der Mikrowelle wieder zu erwärmen. Es traf mich gelinde gesagt wie ein Schlag. Mir ist natürlich bewusst das für die Überwindung meiner Erkrankung der hohe Energiebedarf durchaus zu rechtfertigen ist, aber man stelle sich vor 80 Millionen Deutsche gehen Abends zum Kühlschrank und bereiten sich dieses so unschuldig, wohltuende und lecker schmeckende Getränk zu...

Ich merke wie mich dieser Gedank deprimiert und verwerfe ihn kurzer Hand. Kommen wir aber nun zum Fazit dieses Beitrags: Honigmilch. Nie wurde ein Getränk so geliebt und verachtet, so vielseitig eingesetzt und genossen. Ich trinke es jedenfalls gern. Und auch wenn mir die heilende Wirkung dieses Getränks etwas mystisch vorkommt, so trinke ich es doch mit der Gewissheit das es mir ein gewisses Wohlfühlgefühl vermittelt und eine positive Grundstimmung verleiht. Und dies stärkt, davon bin ich jedenfalls überzeugt, nachhaltig die Selbstheilungskräfte meines Körpers.

In diesem Sinne liebe Mütter: Medizin muss nicht nur helfen, sondern kann auch Schmecken !!!

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Aller Anfang ist schwer..

der Blog ist erstellt und ich überlege Schwer über das Thema des ersten Beitrags... Seit gespannt ;-)