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Donnerstag, 19. November 2009

Rückfall

Es ist etwas passiert! Etwas was mir schon lange nicht mehr passiert ist! Und ich glaube es ist ein Zeichen....

Es ist Donnerstag und ein, für meine Begriffe, Ereignisloser Tag neigt sich langsam dem Ende. Obwohl wir November haben und die Temperaturen der Jahreszeit entsprechend niedrig sind, gab es heute einen nahezu wolkenlosen Himmel mit einem atemberaubend schönen Sonnenuntergang. Wenn es möglich gewesen wäre, hätte ich mich in ein Flugzeug gesetzt und wäre der Sonne hinter her geflogen, nur um ein paar Minuten länger diesen Anblick genießen zu können. Ich war wirklich entspannt!! Ich ging aus dem Büro, setzte mich in mein Auto und trat den relativ kurzen Heimweg an und malte mir in Gedanken aus, was ich den Rest des Tages so anstellen könnte. Nach nicht einmal 2 Minuten erreichte ich eine relativ unspektakuläre Kreuzung zweier Nebenstraßen und einer Hauptstraße. Ich sollte zuerst erwähnen, dass ich seit 5 Jahren in dieser Stadt wohne. Und es stellte sich im laufe der Jahre heraus, dass ein Nutzen der Nebenstraßen (Schleichwege) ein deutlich schnelleres und entspannteres erreichen jeglicher Ziele zur Folge hat. Und so fuhr ich auch dieses mal eine entsprechende Route. Doch irgendwas war heute anders. Schon heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit wunderte ich mich über diese ungewöhnlich hohe Verkehrsdichte auf diesen kleinen Straßen, aber das tat ich als Zufall ab und ließ mich von den 10 Minuten Verspätung nicht weiter beunruhigen. Doch jetzt war es genauso!! Ich fuhr aus der Nebenstraße heraus an die Kreuzung und hielt zur eigenen Verwunderung ordnungsgemäß an einem Stopschild. Und als hätte man es extra für mich bestellt, taten die Kölner das, was sie meiner Meinung nach am besten können: Sie fuhren aus allen Richtungen auf gemeinsam auf die Kreuzung und verkeilten sich somit Bilderbuchhaft in einander. Nicht das von vornherein klar gewesen wäre, dass ein Befahren der Kreuzung unmittelbar dazu geführt hätte, aber nun war es eben so. Und ein Fortkommen wäre nur möglich, sobald einer der Kandidaten auf sein Ordnungsgemäßes Recht der Vorfahrt verzichten würde. Aber wie jedesmal war dies überhaupt nicht einzusehen, von keinem!!!

Ehrlich gesagt war es eine Situation, wie ich Sie schon sehr oft erlebt hatte und somit konnte ich auch nur meinen Kopf schütteln und warten, bis sich irgendeinem dieser Helden die Lösung offenbaren würde. Und eines war klar: Sollte dies geschehen, würde es trotzdem bedeuten das ein einsehen des vermeintlichen Fehlverhaltens, zu keiner Zeit erfolgen würde. Somit ist eine Wiederholung des Vorfalls nur eine Frage der Zeit. Aber wie schon gesagt, das alles habe ich schon oft erlebt und irgendwann gewöhnt man sich an das Unvermögen Kölner Verkehrsteilnehmer.

So stand ich nun als da, wartete und wartete und wartete und es amüsierte mich schon fast, wie sich kleine Teile des Knotens lösten und neue Akteure unvermittelt ihren Platz einnahmen. Irgendwann fragte ich mich, was wohl die Leute hinter mir von dem Schauspiel hielten und schaute entsprechend in den Rückspiegel.

Eine ungefähr 65-70 jährige Frau, in einem Knall roten Fiat Panda, sitzt Wild gestikulierend, hupend hinter dem Steuer und gibt mir durch eindeutige Handzeichen zu verstehen, dass ich fern jeder Vernunft, Logik und Regeln mich auch noch auf die Kreuzung stellen sollte. Und da passierte es...

Ich wurde innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde Wütend. Nein, mir platzte förmlich der Kragen!! Etwas, was mir schon sehr sehr lange nicht mehr im Kölner Stadtverkehr passiert ist!! Ich wurde richtig Sauer !!! Ich schimpfte, durchaus der Tatsache bewusst das es niemand hören könnte, gestikulierte Wild und machte der Damen deutlich, was ich von Ihr und Ihrer tollen Idee halten würde. Und je länger wir standen, um so wütender wurde ich auf diese Dame. Selbst beim schreiben dieser Zeilen merke ich einen deutlichen Anstieg meines Pulsschlages. Glücklicherweise löste sich der Knoten, auf die gleich unverständliche Weise wie er entstand, auch wieder auf. Ein Effekt der im übrigen in NRW auch auf den Autobahnen immer wieder zu meinem Leid und gleichzeitiger Faszination zu beobachten ist. Jedenfalls fuhr ich mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit weiter und versuchte mich den Rest des Weges wieder abzuregen. Eine Unterfangen was mir zu diesem Zeitpunkt erstaunlich schwer fiel. >
Was soll ich sagen: Ich glaube das war ein Zeichen. So ging es mir oft als ich hier her Zog!! Und ich denke es will mir sagen: es ist an der Zeit weiter zu ziehen. Es ist langsam die Zeit gekommen das Land der bekloppten wieder zu verlassen. Ich bin gespannt....

Donnerstag, 27. August 2009

Operation Early Bird

Der Urlaub ist vorbei und das Tagewerk hat mich zurück. Und nach 3 Tagen lautet mein aktuelles Statement: Ich brauch Urlaub!! Warum ist eigentlich jeder der Meinung, wenn man aus dem Urlaub kommt sollte man erholt und frisch sein?? Ich habe mich noch nie in meinem Leben so müde gefühlt wie heute.

Aber wahrscheinlich liegt es auch daran das ich heute morgen zu unchristlicher Zeit von dem lieblichen Klang meines Weckers geweckt wurde. Als ich erwachte und feststellte das es Dunkel in der Welt war, hoffte ich auf einen Defekt meines Weckers. Aber weit gefehlt, es war als wenn ich ein schäbiges Lachen vom selbigen wahrgenommen hätte. Und nun sitze ich in Frankfurt ganz in der nähe des Flughafens. Aber statt mich an den eleganten Flugzeugen zu erfreuen, sitz ich in einer Hersteller Veranstaltung und höre mir mehr oder weniger langweilige spannende Beiträge an.

Und wie gehabt besteht die größte Kunst darin Kaffee, Wasser und Phasen von Aufmerksamkeit so zu kombinieren, dass man sich nicht dem ständigen Grundbedürfnisses des Körpers nachgibt und einschläft. Zum Glück ist Blogschreiben eine gute Ablenkung. Eine weitere gute Ablenkung ist in den Pausen mal zu schauen was in den anderen Veranstaltungsräumen des Hotels so abgeht. Diverse Firmen wie Autohersteller, Banken und Pharmaunternehmen sind stets gern gesehene Gäste in solchen Tagungshotels und rufen bei mir nicht mehr zu besonderer Aufmerksamkeit auf. Eine Veranstaltung hat mich jedoch zu einigem Stirnrunzeln gebracht: Operation Early Bird



Was hat es damit auf sich? Kein Firmenname oder -logo, einfach nur ein geheimnisvoller Titel. Google gibt bei einer zusammengesetzten Suche Hinweise auf: ein Computerspiel, eine Firma die sich selbst als Technologie Investor bezeichnet, ein Physiklehrer aus Illinois sowie ein selbsthilfe Zentrum für Behinderte Menschen. Nicht sehr Hilfreich wenn Ihr mich fragt.

Das Logo hingegen bietet Möglichkeiten zum spekulieren. Da nicht nur Vögel zu sehen sind, scheidet ein Naturschutzprojekt wohl ehr aus. Ein Flugzeug säumt auch das Logo. Wie passt das nun wieder zusammen? Horst Köhler segnete vor kurzem die Reform zur Flugsicherung ab, dieses Thema wiederum ist als Projekt "Open Sky" bekannt. Mein Latein ist am Ende. Die Menschen die den Saal in der Pause verlassen, sehen jedenfalls so aus als wenn Ihnen eine Brechstange an die Wirbelsäule montiert wurde. Ich widme jetzt wieder dem Tagesziel: nicht einschlafen Aufmerksam zuhören!

Mittwoch, 25. März 2009

eben bei subway..

..sitz ich und genieße gerade meinen 30cm Chicken Teriyaki Sandwich, als plötzlich ein kleiner Junge vor mir steht. Mit einem kritischen Blick werde ich beäugt. Ein Vorgang der gefühlte 10 Sekunden andauert. Und gerade als ich fragen will ob ich irgendwie helfen kann, sagt der Junge nur das folgende Wort: " T-Mobile" , dreht sich um und geht.

Um ehrlich zu sein weiß ich nicht so richtig was mir das ganze sagen sollte. Wovon redete dieses Kind? Was meinte es? Ich war so irritiert das ich für 2 Minuten nicht in der Lage war mein Sandwich weiter zu essen. Eine komische Welt..

Montag, 28. Juli 2008

Porta Westfalica..

..das Tor zum Land der Bekloppten. Unter anderem Standort des Kaiser-Wilhelm Denkmals welches zu Ehren Wilhelm des I nach seinem Ableben 1888 in Auftrag gegeben wurde. Imposant ragt das ca. 80m hohe Bauwerk auf einem Berg gebaut weit über die Landschaft. Selbst Kilometer entfernt ist dieses Denkmal selbst Nachts, durch seine massive Ausleuchtung, noch zu sehen.

Nach abenteuerlicher Anfahrt kann hier ein phänomenaler Ausblick genossen werden, welcher zumindest kurzfristig von der "Grenze" zum Land der Verrückten ablenkt. Ein jeder der den Weg Richtung Westen wagt und ein wenig Zeit hat, kann hier ruhigen Gewissens einen kurzen Stopp einlegen und entspannen. Auf dem Rückweg, spätestens bei deutlicher Überschreitung der Landesgrenze, muss nämlich mit unerklärlichen Verkehrsphänomenen und völlig rätselhaftem Verhalten der Eingeborenen gerechnet werden.