Dienstag, 2. Dezember 2008

Kleinigkeiten

Es ist 18Uhr und ich sitze in einem Kaffeehaus mit einem, zumindest für mich, wohlklingenden Namen und trinke ein leckeres Heißgetränk. Während dessen Surfe ich mangels eigenen Internet Anschlusses in Netz und lese so nebenbei den Blog eines Schweizers der in die Emirate ausgewandert ist und von seinen kleinen alltäglichen Abenteuern berichtet. Soweit nichts besonderes !!! Während ich mich jedoch nun an den geschriebenen Worten des besagten Blogs erfreue, philosophiere ich über den Holzlöffel, welches besagtes Unternehmen, seinen Gästen zum umrühren ihrer Heißgetränke darreicht und muss feststellen, dass es sich dabei um ein Stab handeln könnte, welcher zur Untersuchung des Rachenraums Verwendung finden könnte.

Und während ich diesen Gedanken mit einem unangenehmen Schaudern abschließe, lese ich die folgende Worte: "[...] Mit dem, Kaffeehäusern oben genannter Marke eigenen Holzstäbchen, das mich übrigens immer wieder an dieses „Spachtel“-ähnliche Teil erinnert, das einem der Arzt bei der Untersuchung in den Rachen stösst, beginne ich, den Schaum Schicht um Schicht abzuarbeiten." Es bleibt anzumerken, dass sich der Autor dieser Zeilen beim schreiben der selbigen in Sydney befand.

Ich bin erfreut. Ich fühle mich ein wenig mit der Welt verbunden. Ich beschließe: Es ist ein schöner Abend !!!


Freitag, 24. Oktober 2008

Le Roi est mort. Vive le Roi..

..welch ein Geschichtsträchtiger Ausspruch. Und wie ich finde ist er nicht nur Monarchen vorbehalten, sondern lässt sich auch gut und gerne auf andere Lebenslagen anwenden. So erfreut sich zum Beispiel mein neuer/alter Arbeitgeber seit diesem Monat über einen neuen Hauptgesellschafter, welcher auch gleich den Namen der Firma ändern ließ. Ob dieser nun klanglich besser zum Unternehmen passt sei dahin gestellt, zumindest erfüllt er das neue Corporate Identity unserer lieben Mutter. Und so erfreuen sich meine neuen/alten Kollegen und ich, auch an neuen Titeln bzw. Berufsbezeichnungen. Der ehemalige "Vertriebsbeauftragte" im IBM Produkthaus wird zum "Senior Sales Specialist", der Abteilungsleiter zum "Director of Competencer Center" und ich, der bis dato sein Leben als Systemberater gefristet hat, darf sich nun auch mit dem Titel "Consultant Competence Center IBM" schmücken. Wenn das nichts her macht!!! Selbst das neue Logo, welches mir immer noch Unbehagen bereitet, steht ganz im Zeichen des Corporate Identity. Welch eine Freude !!!

Und auch auf mich trifft das Motto dieses Posts durchaus zu. So beendete ich meine vermeintliche Karriere bei meinem neuen/alten Arbeitgeber um mich in ein berufliches Abenteuer zu stürzen und scheiterte spektakulär. Und so bin ich nun der neue/alte Lakai meiner neuen/alten Firma. Einst sagten die Alten Weisen: "Alles bleibt wie es ist. Und alles wird besser". Und so langsam geben mir die Worte zu denken. Auch wenn meine Motivation mangels konkreter persönlicher Ziele etwas angeschlagen ist, habe ich mich entschieden anläßlich meines Ehrentags, doch wieder nach vorne zu schauen.

Der König ist Tod, es lebe der König !!!


Dienstag, 16. September 2008

Würstchen im Schlafrock...

Mir hat mal jemand erklärt wenn man in den Schrank eines Fremden schaut, so findet man heraus wer er ist und wie er lebt. Nun, der Fremde ist in diesem speziellen Fall nicht eine Person, sondern ehr ein Gebäude. Um präziser zu werden: Es ist das neue Firmengebäude in dem unser frisch aufgekauftes Unternehmen seit nun mehr fast einem Monat zu hause ist. Der erste Wirbel ist vorbei, die letzten Bauarbeiten sind abgeschlossen, um es kurz zu machen: man hat sich eingelebt. Und nun stehen wieder die alltäglichen Herausforderungen im Vordergrund, wie Beispielsweise die Suche nach dem Heiligen Gral... äh Druckerpapier. Es ist nämlich nach gesicherten Erkenntnissen so, dass auf jeden Fall 10 Paletten Druckerpapier umgezogen, aber nun nicht mehr auffindbar sind.

Dennoch erfreut man sich immernoch über die neuen Annehmlichkeiten welche das neue Gebäude bietet. Zum Beispiel ein Fernsehr im Aufzug, Klimatisierte Büros wohin man schaut und eine Küche auf jeder Etage. Und genau diese Küche gibt mir seit neustem Rätsel auf. Vielleicht ist es auch vielmehr die Person, welche sich um die Einrichtung der selbigen gekümmert hat. Die Küche selbst ist recht zweckmäßig aufgebaut. Bestehend aus einem Kühlschrank, einer Spüle, Mikrowelle sowie 2 kleinen Schränkchen bietet sie alles was für eine Kaffeeküche erforderlich ist. Nur der Inhalt, welcher so Neu ist wie die Küche selbst, lässt starke Zweifel aufkommen. So ist es zum Beispiel so, dass wenn man nach einfachen Gläsern sucht nur Champagnergläser vorfindet. Hab ich was nicht mitbekommen oder macht das Unternehmen seit neustem soviel Umsätze das die täglichen Champagner Orgien nicht fehlen dürfen?? Auch gibt es ein ausgereiftes Sortiment von Suppentellern, Töpfen und anderen Kochutensilien, welche bei einem vorhandenen Herd sicherlich von Nutzen wäre. Aber bei einer Kaffeeküche??? Wie man sieht ist die Ausrüstung für das täglich produktive Arbeiten bestens vorhanden, nur ein einfacher Kaffeelöffel wird wieder einmal zu Mangelware.

Neue Firma, Neues Gebäude, Neue Küche... Alles bleibt gleich, alles wird besser. Und ein einfacher Kaffeelöffel zerstört die neu gewonnene Firmenmoral !!!

..und meinen morgendlichen Joghurt Genuss. I'am not amused !!

Dienstag, 26. August 2008

Geläutert..

Ja liebe Leser, so langsam trägt die gnadenlose Bestrafung, welche mir auferlegt wurde, Ihre Früchte. Ich fühle mich geläutert. Allerdings anders als ich es erwartet hätte. Eigentlich glaubte ich das mich der tägliche Zwang zur Nutzung der Gesindelraupe zermürben würde, aber komischerweise gewöhnt man sich an diese Notwendigkeit recht schnell. Zumal der kürzliche Umzug in ein neues Firmengebäude die Anbindung deutlich verbessert hat.

Es geht sogar soweit, dass ich so langsam lerne die Eigenheiten im Umgang mit den Massentransportern zu erkennen. So ist es zum Beispiel so, dass an meiner Umsteige-Station ein Shop der Firma Backwerk, mit leckeren Kaffeeköstlichkeiten, in den Größen 0,2 und 0,3l aufwartet. Diese sind jedoch nur zu genießen wenn an der Anzeige für die zu erwartenden Bahnen mindestens 3Minuten veranschlagt ist. Hier reicht die Zeit für die Zubereitung von 0,3l des schwarzen Goldes inklusive der Entlohnung des Bäckermeisters. Sollte jedoch die Uhr nur 2 Minuten bis zu nächsten Bahn veranschlagen, wird es knapp !!! 0,2l höchstens !!! Mehr ist nicht möglich und auch nur wenn man selbst absolute Priorität in der Abwicklung hat. Eine defizile Angelegenheit,welche ein höchstmaß an Aufmerksamkeit erfordert wenn man, wie ich, auf ein tägliches Mindestmaß an Kaffee angewiesen ist.

Dennoch zehrt das Verbot in der Nutzung meines Fahrzeugs, welches Brav vor meine Haustüre wartet, an meinen Nerven. Es möchte von mir bewegt werden, ich kann es spüren!! Als so genanntes I-Tüpfelchen schickte mir kürzlich ein, wahrscheinlich sehr gemeiner, Lakai des Statthalters einen Brief, in dem er mich nochmals auf meine Strafzeit hinwies und an mögliche Konsequenzen eines weiteren Fehlverhaltens. Es ist ja nicht so das ich noch nie ohne (m)ein Auto hätte leben müssen. Vor nicht ganz einem Jahr wurde ich gezwungener Maßen zum Fußgänger, als in meiner Abwesenheit mein Auto ein Totalschaden erlitt. Doch das war etwas anderes. Jetzt steht da dieses kleine Wunderwerk der Technik vor meiner Tür und will das ich es fahre. Und jedesmal, wenn es etwas zu erledigen gilt und Planungen gemacht werden, muss ich zurückstecken und bin auf fremde Hilfe angewiesen. Eine Minderung von Lebensqualität ungeahnten Ausmaßes und unzumutbarer Härte!!! Ich zähle die Tage die es noch zu überleben gilt. Nein, ich kratze fast schon Striche mit dem Fingernagel in die Wände meiner Wohnung, um die Übersicht über die bereits verlebte Strafzeit zu behalten.

Ich bin geläutert !!! Ich erwäge ein Schreiben an den Bundespräsidenten mit Bitte um Begnadigung. Es ist Feierabend. Ich gehe...

Sonntag, 17. August 2008

Auf zu neuen Ufern...

..heißt es doch so schön. Nach unerwarteter Übernahme meines Arbeitgebers durch ein größeres Unternehmen, stand noch eine weitere Veränderung in meinem direkten beruflichen Umfeld auf dem Programm. Der Umzug des Unternehmens in ein neues, größeres und vermeintlich schöneres Firmengebäude. Morgen ist nun der Tag an dem ich meinen Arbeitsweg geringfügig abändern muss, meinen neuen Arbeitsplatz zum ersten mal beziehe und mich von der großen neuen motivierenden Energie, proklamiert durch die Obrigkeit, anstecken lassen muss. Alles bleibt beim alten und doch wird alles viel besser, waren die Worte die mir jetzt noch in den Ohren klingeln. Ob nun Firmenchef, Politiker oder Monarch, sie alle können sich vor die Menschen stellen und allein mit Worten Goldene Zeiten verkünden. Und bei jedem von Ihnen gibt es Menschen die zu ihnen aufschauen, ihren Worten Glauben schenken und die Energie ihrer Worte weiter in die Welt tragen. "Alles wird besser" solang wir nun daran Glauben. Eine schöne Welt!!

Doch ernsthaft: Keiner hat mir bis jetzt erklärt wo ich nun meinen morgendlichen Müller-Kusper-Knick-Joghurt her bekomme. Natürlich das Original !!

Freitag, 8. August 2008

und wech issa...

der gute alte Führerschein. Völlig zu Unrecht wie ich finde, hat der Staat beim kleinen Mann wieder einmal zugeschlagen. Einzig der aufopferungsvolle Einsatz einer Jungen Polizistin ist es zu verdanken, dass der Akt der Abgabe an sich, nicht zu einem Trauerspiel wurde. Bei gleißender Hitze schleppte ich mich ohne klimatisiertes Gefährt zur nächst gelegenen Polizei Dienststelle. Im Rucksack, die zu vor erworbenen und frisch gekühlten Berlin Pilsner Flaschen, erfrischten wenigstens den Rücken ein wenig, als ich endlich mein Ziel erreichte. Beim eintreten bemerkte ich zwei Dinge: 1. Das die Steuergelder des Staates, gut aufgehoben, in ein modernes und vor allem klimatisiertes Polizeirevier investiert wurden und 2. die aufreizende junge Polizistin die hinter einem Schreibtisch mit 35 Funkstationen und ebenso vielen Fernmeldesprechern, beinahe verschwand und mich freundlich in Empfang nahm. Folgender Dialog spielte sich ab:

vermeintlicher Täter, im folgenden - "Ich" - genannt
junge aufreizende Polizistin, im folgenden - "Sie" - gennant
älterer erhabener und von Weisheit übergossener Chef, im folgenden - "Er" - gennant
mit "*[...]*" eingegrenzte Begriffe sind Gefühlsregungen oder Ereignisse


Ich: Hallo, ich würd gerne mein Führerschein so für, na sagen wir mal, einen Monat deponieren..
Sie: Warum nicht, macht man ja schon mal ganz gerne um die Jahreszeit *Grinsen*

Ich: Ja, dacht ich mir auch so, laufen soll ja Gesund sein *klappern der Bierflaschen im Rucksack*
Sie: *wahrnehmender Blick*
Sie: Aber doch nicht wegen Alkohol am Steuer, oder ?

Ich: Nein, natürlich nicht. *Übergabe des Bußgeldbescheids*
Sie: *Prüfender Blick*
Sie: *Grinsen*
Sie: Das macht man doch nicht *heftiger Augenschlag mit einem Grinsen*
Ich: Ja, so langsam glaub ich das auch.


Sie: Und dann noch von diesem alten Starrkasten erwischt zu werden *Grinsen*
Sie: Wenn Sie auf der Spur weiter rechts gefahren wären, hätte er Sie nicht erwischt. Ist mein täglicher Arbeitsweg.
Ich: Oh, beim nächsten mal versuch ich dran zu denken *Grinsen*

Die folgenden Minuten verbrachte die sympathische Gesetzeshüterin damit in Ihrem modernen Rechenknecht nach dem entsprechenden Formular zu suchen, welches vermeintlich nicht auffindbar war. Nachdem Sie sich mehrmals für die Verzögerung entschuldigte, mobilisierte Sie das halbe Präsidium um das entsprechende Formular aus dem, scheinbar absolut nicht Arbeitswilligen, Computer zu bekommen. Nachdem auch das scheiterte ließ Sie sich kurz entschuldigen mit den Worten: "Ich hol mal eben den Chef".

Auftritt des "Alten". Er Betritt den Raum mit einem langsamen aber bestimmenden Schritt. Sein Blick bringt Beton augenblicklich zum Bröckeln. Man merkt förmlich wie der Staub auf dem Boden Ihm freiwillig Platz macht. Die Weisheit von Jahrhunderten lagert auf seinen Schultern.

Er: *Böser Blick zu mir, der Terroristen zur freiwilligen Aufgabe bewegen könnte*
Ich: *Schluck*
Sie: *völlig am Feiern*
Er: Das ist er also...
Ich: *mit weg bleibender Stimme* ähhh Ja
*Kopf gesenkt*
Sie: *immer noch am Feiern*

Er: *geht zur Theke an der ich stehe und greift gezielt in eine Ablage und knallt vor mir ein Dokument auf den Tisch*
Ich: *Erschreck*
Sie: *kann gleich nicht mehr vor lachen*
Er: *dreht sich um und verlässt mit exakt dem gleichen Tempo und Erhabenheit den Raum*
Ich: *Fang wieder an zu atmen*

Ich: Ist der immer so drauf??
Sie: *Grinst*
Sie: Ja, am lustigsten ist er bei Vernehmungen. Da erzählen Leute ungefragt die irrwitzigsten Sachen nur weil sie Angst vor Ihm haben. Dabei ist er so ein lieber und harmloser Kerl.

Er vom Nebenzimmer:
Das hab ich gehört.
Sie: *Schluck*

Ich: *am Grinsen*
Ich: Das glaub ich sofort.


Die nachfolgenden Minuten während der Formularbearbeitung liefen in etwa ähnlich ab. Am Ende bekam ich ein Formular mit den Worten:
über den kompletten Formularkopf bedruckt, selbst ein Blinder hätte das Lesen können, in die Hand und wurde mit folgenden Wort verabschiedet:

Sie:
Kann ich sonst noch was für Sie tun?

Ich: ähhh, danke... vielleicht nächsten Monat.
Sie: *am Grinsen*

Das ganze Schauspiel war in jedem Fall an Unterhaltsamkeit kaum zu übertreffen und rettet mir sogar ein wenig den Nachmittag. Jedenfalls werde ich mich jetzt ein wenig mit dem ÖPNV vertraut machen. Mal sehen was man da so erlebt.

Freitag, 1. August 2008

...konspirative Treffen

Es wird geredet. Und nicht wenig !!!

30.07.2008 - 8.50Uhr. Die meisten Kollegen beziehen gerade Ihren Arbeitsplatz, schalten Ihre Notebooks ein und beginnen mit Ihren morgendlichen Ritualen. Kaffee holen, genüsslich in das mitgebrachte Brötchen rein beißen, welches zuvor liebevoll von der eigenen Frau zubereitet wurde oder einfach noch schnell ne Fluppe anzünden. Ich für meinen Teil bin gerade leidenschaftlich mit meinem Knick-Joghurt von Müller beschäftigt. Natürlich das Original !!

9.00Uhr - Plötzlich geben sämtliche Notebooks fast zeitgleich einen kurzen und leisen Ton von sich der signalisiert das eine neue Email eingegangen ist. Manch einer nimmt es wahr und wundert sich, andere ignorieren es einfach und beschäftigen sich weiter mit dem was sie gerade so tun.

9.04Uhr - Der erste Kollege überfliegt seine Mails und stößt ein kurzes "moment mal" aus. Eine Geste die durchaus Normal ist und nicht weiter Beachtung findet. Doch nach und nach wird es ruhiger in diesem Büro alle schauen irritiert auf Ihren Bildschirm. Manche schütteln den Kopf, manche schauen einfach nur fragend, bei andere geht die Kinnlade runter. Doch was ist gerad passiert??

9.05Uhr - Auf einem Online Portal für Branchen spezifische News läuft eine Adhock Meldung über den Ticker...

Es war diese Mail, die an diesem Tage für fragende Blicke sorgte und am heutigen Tage für eine Menge Gesprächsstoff. Überall im Hause stehen kleinere Grüppchen zusammen und diskutieren.. Keine anderes Thema ist momentan wichtiger als das.. Es sieht aus wie kurz vor der französischen Revolution. Leute verschwinden zu konspirativen Treffen in kleinen Meeting Räumen. Die Spannung in der Luft ist kaum erträglich.

Was ist nun passiert?? An diesem Morgen erhielten alle Mitarbeiter eine Informationsmail der Geschäftsleitung unseres(wenn man dies noch so nennen darf) Unternehmens mit der Ankündigung, dass die Firma zu 100 Prozent veräußert wurde und nun einer großen Europaweiten Aktiengesellschaft, welche selber in dieser Branche unterwegs ist, untersteht.

Kurz um: wir wurden verkauft. Vom Inhaber geführten Unternehmen zum Spielball der Börse. Erste Anzeichen des Wandels wird der neue Firmenname sein. Doch was nun weiter passiert weiß keiner... Schweigen der Führungsebene lässt somit Spielraum für eine Menge Gerüchte.

Es wird also viel geredet und die Telefone klingeln von Headhuntern fremder Firmen... Ich für meinen Teil bleibe jedoch vorerst bei meinem Müller-Kusper-Knick-Joghurt. Natürlich das Original !!

Mittwoch, 30. Juli 2008

Fotostrecke Sevilla

Nachdem nun mehrere Anfragen gekommen sind und ich immer noch nicht dazu gekommen bin, hier nun die Fotos von meinem Sevilla Tripp im Frühjahr als Fotoalbum...

Sevilla 2008:


Fotoalbum:
Sevilla - Spanien

Montag, 28. Juli 2008

Porta Westfalica..

..das Tor zum Land der Bekloppten. Unter anderem Standort des Kaiser-Wilhelm Denkmals welches zu Ehren Wilhelm des I nach seinem Ableben 1888 in Auftrag gegeben wurde. Imposant ragt das ca. 80m hohe Bauwerk auf einem Berg gebaut weit über die Landschaft. Selbst Kilometer entfernt ist dieses Denkmal selbst Nachts, durch seine massive Ausleuchtung, noch zu sehen.

Nach abenteuerlicher Anfahrt kann hier ein phänomenaler Ausblick genossen werden, welcher zumindest kurzfristig von der "Grenze" zum Land der Verrückten ablenkt. Ein jeder der den Weg Richtung Westen wagt und ein wenig Zeit hat, kann hier ruhigen Gewissens einen kurzen Stopp einlegen und entspannen. Auf dem Rückweg, spätestens bei deutlicher Überschreitung der Landesgrenze, muss nämlich mit unerklärlichen Verkehrsphänomenen und völlig rätselhaftem Verhalten der Eingeborenen gerechnet werden.

Dienstag, 24. Juni 2008

Lösung: Überlegene Einkaufsintelligenz und Ihre Grenzen

Selten hat ein Quiz für solch Aufruhr und Unmut in der Leserschaft gesorgt. Augrund der Tatsache das der Autor in den letzten Wochen viel zu viel um die Ohren hatte um eine schnelle Antwort liefern zu können, wurden Kommentare des Unmuts laut. Zurecht !! So soll nun hier die Lösung des Rätsels erscheinen.

Ein Wort Vorweg: Die Kreativität und Motivation der Leserschaft hielt sich bei diesem Quiz sehr in Grenzen. Lediglich eine Idee wurde präsentiert. Diese muss hier aber durchaus Erwähnung finden, da es die Antwort war die der Autor beim schreiben dieses Beitrags erwartet hat. Natürlich führt eine Veränderung des gewohnten Jagdgebiets immer zu Problemen und einer gewissen Dämpfung in der Ausführung des "Schlachtplans" aber dem geschickten Strategen wird auch hier eine Lösung einfallen. Aber dennoch war dies nicht die Antwort die hier angedacht war , zumal der Hinweis das "globaler betrachtet [..] mehrere dieser Individuen absolut irritiert in den Gängen verharren." darauf deuten sollte das dieses Phänomen im ganzen Markt auftritt.

Die Lösung: Es ist der Sexualtrieb der den Jäger (obgleich ein Weibchen an der Seite oder nicht) vollkommen aus seinem Jagdtrieb werfen kann. In diesem speziellen Fall wurde durch die Marktweite Lautsprecherdurchsage eine neue Biermarke angepriesen, welche in Form eines Freibierstandes innerhalb des Marktes, durch die Cheerleader eines lokalen Football Clubs präsentiert, beworben wurde. Eine gefährliche Mischung. Freibier und kurz bekleidete Cheerleader die das heilige Getränk darreichen.

Das war es, was Marktweit zum Stocken in der Fortbewegung führte. Ein Jeder der Zielgruppe fing an zu überlegen. Prioritäten wurden neu geordnet, Beziehungen überdacht und Ausreden zurecht gelegt bevor sich eine Traube von Männern vor besagtem Stand bildete und sich an Bier und Weib ergötzte. Ich ziehe meinen Hut vor dieser Firma und Ihren Werbevertretern. Tiefenpsychologisch sicherlich anrüchig aber verdammt: Es funktioniert !!!


Montag, 16. Juni 2008

Sich beliebt machen im Flugzeug

1. zunächst den Laptop auspacken
2. langsam und bedächtig öffnen und einschalten
3. sich überzeugen ob der Sitznachbar zuschaut
4. nun den Internet-Browser öffnen
5. die Augen schließen und den Blick gen Himmel richten
6. tief einatmen und diesen Link öffnen http://www.thecleverest.com ...
7. den Gesichtsausdruck des Nachbarn beobachten. Unbezahlbar!

PS: Auf keinen Fall vergessen einen sehr guten Anwalt zu konsultieren, genügend Resturlaub einzuplanen und sich vorher bei der Airline informieren was eine Diversion kosten kann !!!

original by luftpiraten.de

Samstag, 26. April 2008

Quiz: Überlegene Einkaufsintelligenz und Ihre Grenzen

Der Mann. Obwohl in vielerlei Hinsicht sicherlich nicht perfekt und durchaus mit elementaren Fehlern behaftet, hat er dennoch eine unabstreitbare Fähigkeit. Die Rede ist an dieser Stelle von seiner zweifellos unübertroffenen "Einkaufsintelligenz". Diese drückt sich klassischer Weise dadurch aus, dass es einem Mann möglich ist, nachdem er sich überlegt hat welche Besorgnisse er zu tätigen hat, in die ihm zuvor bekannte und nächst gelegene Shopping Mall zu gehen und dort zielgerichtet und in einem Rekordverdächtigen Tempo, seinen Einkauf zu erledigen.

Speziell bei Lebensmitteleinkäufen geht er, was die Reihenfolge angeht, durchaus dynamisch vor. Jedoch stets nach einem zeitlich hoch optimierten Muster. Temporäre Hindernisse, zum Beispiel in Form von Frauen welche an der Probiertheke stehen und dabei mit Ihren Einkaufswagen Fußballfeld große Korridore blockieren, werden fachmännisch umschifft.

Es gibt bisher lediglich zwei bewiesene Möglichkeiten wie er in diesem Prozess gestört bzw. ausgebremst werden kann. Möglichkeit 1 ist das mitführen von Kindern. Diese bringen mit Ihren unkontrollierten Einwürfen nach Dingen die sie vermeintlich unbedingt brauchen, selbst den noch so zeitoptimierten Plan eines Mannes durcheinander. Sehr beliebt ist auch das Scanner Spiel, bei dem das "Junge" mit nahezu unübertroffener Ausdauer schauen muss, ob die Preise der Lebensmittel auf den dafür vorgesehenen Schildern auch wirklich stimmen. Dabei wird exakt ein Stück Lebensmittel aus dem Wagen genommen und zum nächstgelegenen Kundenscanner gebracht, um dort aufgeregt auf den aufblitzenden Preis zu schauen. Dieses Spiel lässt sich zur Freude des Mannes nahezu unendlich oft wiederholen. Und die zweite Möglichkeit ist ein Frau. Wahrscheinlich genetisch bedingt (Jäger und Sammler), grast Sie die Einkaufsregale wie Beerensträucher ab, stets auf der Suche nach einer besonders schönen Beere bzw. Lebensmitteln die so eigentlich nicht benötigt werden. Fragt man Sie danach, bekommt man meist nur komische Antworten zu hören. Ein Standard ist hier wohl: "Ich will ja nur mal schauen". Es ist wohl unnötig zu erwähnen das dieses verhalten so tief im Genpool verwurzelt ist, dass es sinnlos erscheint an dieser Stelle auf Besserung zu hoffen.

Überlegene Einkaufintelligenz. Ja, etwas worauf es sich wirklich lohnt Stolz zu sein. Ein Gedanke der beim nächsten Herrentag durchaus Erwähnung finden darf.

Der Titel diese Artikels lautete nun aber "Überlegene Einkaufsintelligenz und Ihre Grenzen". Von welchen Grenzen ist hier also die Rede? Ich rede von der Situation in der ein Mann, nach dem aufstellen seiner Einkaufsliste, seinem Ihm stets vertrauten Supermarkt betritt und anfängt die gewünschten Lebensmittel schnell und wie schon so oft erwähnt "optimiert" aus den endlosen Gängen zu holen und mit einem mal abrupt stehen bleibt. Globaler betrachtet wird man feststellen das in dieser Situation meist mehrere dieser Individuen absolut irritiert in den Gängen verharren.

Doch was ist passiert??

An dieser Stelle bin ich gespannt auf eure Theorien und Anmerkungen.

Sollte jemand von euch richtig liegen, wird dieser natürlich (sofern dies erwünscht) namentlich Erwähnung finden.

Freitag, 18. April 2008

Welcome to Sevilla (Spain)


Sevilla. Eine kleine süße Stadt im meist sonnigen Spanien. Eine Stadt in der das Leben ein kleines bisschen langsamer läuft als in unseren Breiten. Um so interessanter ist es, dass genau hier eine Konferenz, der sich so rasend schnell entwickelnden IT, statt findet. 2700 Teilnehmer aus dem EMEA (Europe, Middle East & Africa) Raum welche durch den Veranstalter mit allem verwöhnt werden was dieses Land zu bieten hat und das bei angenehmen 24 Grad. Ich muss sagen es gibt schlechtere Wege Wissen vermittelt zu bekommen.

Es ist 9.30Uhr und getreu dem Motto "Morgens halb 10Uhr in Deutschland.. äh Spanien", trinke ich gerade einen Kaffee der auch wirklich seinen Namen verdient und genieße eine zart duftende Teig Köstlichkeit. Zu schade das diese Woche schon wieder zu Ende ist. Es war wirklich ein Erlebniss und ich kann jedem einen kurzen Besuch in dieser wunderschönen und alten Stadt Sevilla empfehlen.

Es geht weiter... eine spanische Schönheit bringt mich nun zu meiner nächsten Veranstaltung.

Greetings from Spain

Freitag, 11. April 2008

Bin dann mal weg..

.. ins hoffentlich wunderschöne und sonnige Sevilla (Spanien). Mein Flieger geht Sonntag Morgen und laut Plan werd ich dann Freitag Nacht wieder zurück kommen. Vielleicht bring ich euch ein paar Bilder mit, welche ich dann selbstverständlich hier veröffentlichen werden ;)

Bis dann
CBS

Freitag, 4. April 2008

Computer haben ein komischen Humor

Was für ein Tag. Obwohl kürzlich noch umfangreich Medizinisch untersucht und für Kerngesund erklärt, so fühle ich mich heute doch ganz anders. Kurz gesagt: Ich fühle mich alt.

Der Tag begann mit einem nervenaufreibenden Kampf zwischen meinem Wecker und mir. Was soll ich sagen: Ich hab leider verloren. Fern jeder Motivation und Begeisterung startete ich also ins Büro und bekam meinen ersten Schock als sich die Kaffeemaschine, Ihres guten Rufes der Zuverlässigkeit, entledigte. Nach Sekunden des Unterdrückens eines verschlafenen Panikgefühls und der Abwägung von Alternativen, beruhigte ich mich mit dem Wissen das es noch andere Kaffeemaschinen in unserem Hause gibt. Zwar würde dieser nicht so gut schmecken aber das war jetzt egal. Ich brauchte Kaffee und die normalen Adrenalinstöße, welche meinen Körper normalerweise auf dem Weg zur Arbeit, aufgrund schwerer Inkompetenz Kölner Verkehrsteilnehmer, durchfluten, fehlten an diesem Morgen auch.

Ein komischer Morgen. Aber nichts was ein Kaffee und ein guter Joghurt zum Frühstück nicht wett machen könnte. Aber so sollte es nicht kommen. Mit anflügen von leichter Vorfreude begab ich mich zu dem Kühlregal des nahen Supermarktes um mir den favorisierten Joghurt meiner Wahl zu schnappen und.... Er war ausverkauft. Mein Joghurt war nicht da. Ein große Leere erfüllte mich. Ich bin mir nicht ganz sicher ob es an dem leeren Regal lag oder meinem Magen aber ich fühlte mich schlecht. Der Tag war gelinde gesagt im Ar**h und das schon um 9Uhr morgens.

Alles was jetzt noch kam konnte nichts mehr ändern. Der einzige Hoffnungsschimmer den ich noch hatte war das abendlich Sportprogramm, welches doch ein gewisses Maß an Glückshormonen im Körper frei setzen sollte. Also schleppte ich mich zur örtlichen Fitnesshalle und stellte mich aufs Laufband. Schon nach den ersten Minuten stellte ich fest das mein Kniegelenk quietschte. Ja, es quietschte!!! Ich fand das gar nicht lustig dennoch setzte ich mein Training pflichtbewusst fort. Doch das eigentlich erschreckende war die Meldung oder besser gesagt das Symbol, welches auf einmal auf dem Display des Laufbandes erschien (siehe Bild).

(zum vergrößern anklicken)

Es reicht !!! Ich muss mir nicht noch von einem Laufband sagen lassen das meine Gelenke Öl brauchen !!!

- Trainingsprogramm abgebrochen -